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Das Bodmaner Nebelmännle – von der Sagengestalt zur Fasnetfigur
Das Nebelmännle von 1955 (Otmar Lempp) in illustrer Gesellschaft.
Die eigenwillige Gestalt des Nebelmännleins, das in verschiedenen Sagen um die Ritter von Bodman auftaucht, wurde von den Bosköpfen in den frühen fünfziger Jahren als Fasnetfigur entdeckt und 1954 in ihr Brauchtum integriert. Als erster schlüpfte Otmar Lempp in das Nebelmännle-Häs’ . Am Schmotzige Dunschtig 1954 erläuterte er beim Besuch der Boskopf-Narren im Schloss Bodman die Sage von der wundersamen Heimkehr des Ritters Rudolf von Bodman und die Rolle des Nebelmännles. Er nahm den Bosköpfen – und dem Grafen Johannes von und zu Bodman – das Versprechen ab, dass sein Name niemals vergessen sein möge „in seinem Dorf in Fasnetzeiten“.
Die Bosköpfe hielten ihr Versprechen, Graf Johannes und sein Nachfolger Wilderich Graf von und zu Bodman ebenfalls, und so gibt es im 1000sten Jahr seit seiner Wiederkehr eine stattliche Nebelmännle-Chronik. In den Jahren von 1962 bis 1977 war es Männern wie Wolfgang Buchmeier, Otto Ledergerber und vielen anderen sowie den Zimmerern zu verdanken, dass es für die Bodmaner Kinder alljährlich eine Fasnet gab, obwohl der Narrenverein im Dornröschenschlaf lag.
Alex Müller schließlich war es, der den Verein und die Bodmaner Fasnet zu neuer Blüte führte. Seit 1977 war das Nebelmännle jedes Jahr am Schmotzige Dunschtig mit den Bosköpfen zu Besuch im Schloss, um als Fürsprech der Bodmaner Narren mit dem Grafen von Bodman einen launigen Dialog zu führen, der alljährlich zu den Highlights der Fasnet zählt.
Nebelmännle-Chronik
Im Jahre 1954 nahm zum ersten Mal das Nebelmännle am Umzug teil. Es wurde eine neue Tradition geboren, die auf eine alte Sage zurück zu führen ist. Als erster Darsteller trat von 1954 bis 1961 Otmar Lempp auf. Er war das Urnebelmännle mit Auftritten im Schloss und bei Umzügen im Dorf.
Otmar Lempp 1954
Von 1962 bis 1976 war die Bodmaner Fasnet rekon...., d. h. krank, und somit fand in diesen Jahren auch kein Dialog zwischen Graf Bodman und Nebelmännle statt. Bei der Strassenfasnacht wurde das Nebelmännle in dieser Zeit unter anderem von Oskar Schmid und Gustl Zahn dargestellt.
Oskar Schmidt 1973 mit den Schlossgeistern
Am Schmotzige Dunschtig 1977 war es dann so weit. Ein neues Nebelmännle trat in Erscheinung, verkörpert von Johannes Assfahl, der das Amt auch 1978 übernahm. Für 1979 und 1980 konnte nochmals Otmar Lempp dazu gewonnen werden, im Schloss als Nebelmännle den Dialog mit Graf Bodman zu führen.
Von 1981 bis 1984 wurde das Nebelmännle von Paul Greis mit viel Witz und toller Gestik dargestellt. Ab 1985 übernahm für fast 10 Jahre lang Erhard Mayer diese Aufgabe (mit der Golfkriegpause) Erhard ist damit bisher ungeschlagener Rekordhalter unter den Nebelmännle-Darstellern.
1995 war Wilhelm Wagner als Nebelmännle unterwegs und wurde reichlich dafür belohnt, er wurde zum Präsident der Bosköpfe gewählt. Zum Dank dafür übernahm der Wilhelm
Paul Greis
1996 noch einmal das Amt des Nebelmännles, und somit mussten die Bosköpfe in diesem Jahr ohne Präsident ins Schloss ziehen.
Der langjährige Boskopf-Präsident Alex Müller zog im Jahr 1997 als Nebelmann mit ins Schloss.
Seit 1998 wird die Figur des Nebelmännles von Martin Blessing in unverwechselbar guter Form verkörpert.
Erhard Mayer Wilhelm Wagner
Alex Müller
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